Das elektronische Handelssystem Xetra

Wobei handelt es sich bei „Xetra“?

Der Begriff Xetra entstammt der Börsenausdrucksweise. Ausgesprochen bedeutet er „Exchange Electronic Trading“, gleichzeitig ist Xetra auch eine geschützte Marke.
Es handelt sich hierbei um ein im Jahre 1997, speziell für den Kassamarkt, eingerichtetes elektronisches Handelssystem für Wertpapiere. Der Betreiber dieses elektronischen Handelssystems ist die Deutsche Börse AG, mit Sitz in Frankfurt am Main. Der computergestützte Zentralrechner des Xetra-Systems befindet sich ebenfalls in Frankfurt am Main. Angeschlossene Client-Rechner können sich weltweit über das Internet mit diesem Zentralrechner verbinden. Es existieren zudem auch Standleitungen.

Was ist der Sinn und Zweck von Xetra?

Der Handel von Wertpapieren findet in Deutschland heute überwiegend auf elektronischem Wege statt. Es werden kaum noch Orders über den Parketthandel ausgeführt. Der Vorteil eines elektronischen Handelssystems liegt auf der Hand, ein schnelles und sicheres Ausführen von Wertpapierorders, geringere Transaktionskosten und eine transparentere Preisbildung bei Wertpapierabrechnungen.

Um über dieses System handeln zu können, wird lediglich ein Brokerkonto, oder auch Wertpapierdepot, bei einer Bank benötigt. Eine spezielle Zulassung oder dergleichen ist nicht erforderlich. Dies macht es vor allem auch Privatanlegern möglich, kostengünstig über die elektronische Plattform Xetra zu handeln.

Auch neugelistete Wertpapiere werden automatisch in das Handelssystem integriert, hier ist ebenfalls kein separater Antrag notwendig.

Mittlerweile werden über 83% des gesamten deutschen Aktienhandels, der über Börsen abgewickelt wird, mit Xetra ausgeführt. An den offiziellen Handelstagen ist Xetra von 9:00 – 17:30 Uhr an der Frankfurter Wertpapierbörse geöffnet.
Auch die Preisberechnung für den bekanntesten deutschen Aktienindex – dem DAX – findet auf der Grundlage von Xetra statt.

Wie bereits oben erwähnt, werden sogenannte Kassageschäfte über Xetra abgewickelt. Kassageschäfte sind standardisierte Verträge, die spätestens innerhalb von zwei Handelstagen erfüllt sein müssen. An anderer Stelle wird auch von Verträgen zur sofortigen Auslieferung gesprochen. Die andere Form standardisierter Verträge sind Termingeschäfte, wo die Erfüllung des Geschäftes in der Zukunft liegt.

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