KGV, KBV – wichtige Aktienkennzahlen

Wer als Anleger sein Geld investieren möchte hat mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Einerseits kann er sein Geld auf dem Konto verzinsen lassen oder er kann es auch in Wertpapiere anlegen lassen. Die klassische Variante sind Aktien. Doch vor jedem Aktienkauf stellt sich die Frage welche Aktie die richtige ist. Hierfür gibt es einige Kennzahlen mit denen man die Aktien bewerten kann. Diese Art von Analyse stellt im Gegensatz zur Chartanalyse die Fundamentalanalyse dar, die auf Zahlen aus der Bilanz basiert ist.

Eine der bekanntesten Kennzahlen ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Dabei wird der Kurs einer Aktie durch den Gewinn pro Aktien geteilt. Die nötigen Informationen kann man entweder selber aus der Bilanz ablesen oder man kann sie in Finanzportalen nachschlagen. Das KGV sollte dabei ungefähr bei 12 liegen. Ab diesem Wert gilt eine Aktie als günstig bewertet. Sollte der Wert deutlich darunter liegen, so gilt sie als sehr unterbewertet und es scheint ein großes Potential in der Aktie zu sein. Liegt der Wert deutlich darüber, so gilt die Aktie als zu teuer um sie zu kaufen. Das KGV der Aktien variiert mit der Marktlage. Während einer gut laufenden Wirtschaft ist das KGV üblicherweise hoch und während eines Abschwungs dementsprechend niedrig. Das KGV kann nur ermittelt werden, wenn tatsächlich Gewinn erzielt. Während der Zeit des Neuen Marktes um die Jahrtausendwende haben die Unternehmen defizitär gearbeitet. Ein KGV zur Analyse konnte nicht herangezogen werden.

Eine weitere Kennzahl ist das Kurs-Buch-Verhältnis (KBV). Dabei teilt man den Kurs durch den Buchwert pro Aktie. Da der Buchwert pro Aktie nicht ausgegeben wird behilft man sich eines Tricks. Man nimmt die gesamte Marktkapitalisierung und teilt diese durch den gesamten Buchwert. Liegt dieser unter 1, so bedeutet dies, dass bei einem Verkauf alle Vermögenswerte ein höherer Ertrag erzielt wird, als alle Aktien zusammen wert sind.

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