Was bedeuten Bid und Ask?

Bei den Devisenkursen werden stets zwei Kurse notiert. Zum einen der Kaufkurs, in der Fachsprache als “Ask” bezeichnet, sowie der Kurs, zu dem die Devisen verkauft werden, der sogenannte “Bid”.

Der Ask, oder auch Asket Price wird im deutschen Sprachgebrauch auch als Briefkurs oder als Verkaufskurs bezeichnet. Hierunter versteht man den Kurs, zu dem der Trader beispielsweise Devisen, Wertpapiere, Rohstoffe oder Edelmetalle verkaufen möchte. Der Briefkurs wird hierbei aus dem höchsten Preis ermittelt, den ein Interessent willens ist zu zahlen. Hierbei wird der Ask in einem elektronischen Handelssystem durch den Marktteilnehmer in ein Orderbuch eingestellt. Auf dem Parkett erfolgt der Handel per Zuruf.

Der Bid ist das Gegenstück zum Ask. Er ist der Kurs, für den ein Teilnehmer ein Wertpapier oder eine bestimmte Währung kaufen möchte. Er wird im Deutschen auch häufig als Kaufkurs bezeichnet. Der Bid wird hierbei ebenfalls in einem elektronischen Handelssystem in ein Orderbuch eingestellt und anschließend veröffentlicht. Der Handel kann aber auch hier per Zuruf unter den Händlern erfolgen, falls er auf dem Parkett stattfindet.

Die Devisenkurse werden stets bis zu der vierten Kommastelle aufgeführt. Der Kaufkurs fällt hierbei stets etwas höher aus als der Verkaufskurs. Den Unterschied zwischen den beiden Kursen bezeichnet man als Spread. Aus der Differenz zwischen dem Ask und dem Bid ergibt sich der Gewinn des Traders. Will dieser bei seiner Transaktion einen Gewinn erzielen, so muss der Bid jener Währung, die er verkauft, höher ausfallen als der Ask.

Die beiden Kurse werden immer zusammen angegeben. Ein praktisches Beispiel: EUR/ USD = 1,8802 / 1,8875. Hierbei steht der Bid stets auf der linken Seite, er fällt niedriger aus als der Ask. In diesem Falle würde der Händler beispielsweise einen Euro für 1,8802 US-Dollar kaufen wollen. Der Ask liegt jedoch höher: ein anderer Marktteilnehmer möchte einen Euro für 1,8875 US-Dollar verkaufen.

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